“thanks… and i’m sorry.”
Februar 27, 2009 // Autor: Jens Schröder
Am Freitag erschien in Denver, Colorado, die letzte Ausgabe der “Rocky Mountain News“, einer Tageszeitung, die an Werktagen zuletzt immerhin noch 210.000 Exemplare verkauft hat, also mehr als deutsche Zeitungen wie die “Berliner Zeitung”, der “Tagesspiegel”, die “Frankfurter Rundschau” oder das “Handelsblatt”. Der Tod der “Rocky Mountain News”, die in 55 Tagen ihren 155. Geburtstag gefeiert hätten, wäre wohl wie so viele Print-Tode in dieser Zeit nur eine Randnotiz zur Kenntnisnahme geworden, die schnell vergessen worden wäre. Doch die Redaktion der Zeitung hat das Ende ihrer Zeitung in besonderer Art und Weise vollzogen. Auf der Website verabschiedete man sich mit traurigen Artikeln, Best Ofs und vielen “Goodbyes” in Kolumnen, Blogs, etc. So schreibt die Redaktion:
“It is with great sadness that we say goodbye to you today. Our time chronicling the life of Denver and Colorado, the nation and the world, is over. Thousands of men and women have worked at this newspaper since William Byers produced its first edition on the banks of Cherry Creek on April 23, 1859. We speak, we believe, for all of them, when we say that it has been an honor to serve you. To have reached this day, the final edition of the Rocky Mountain News, just 55 days shy of its 150th birthday is painful. We will scatter. And all that will be left are the stories we have told, captured on microfilm or in digital archives, devices unimaginable in those first days. But what was present in the paper then and has remained to this day is a belief in this community and the people who make it what it has become and what it will be. We part in sorrow because we know so much lies ahead that will be worth telling, and we will not be there to do so. We have celebrated life in Colorado, praising its ways, but we have warned, too, against steps we thought were mistaken. We have always been a part of this special place, striving to reflect it accurately and with compassion. We hope Coloradans will remember this newspaper fondly from generation to generation, a reminder of Denver’s history – the ambitions, foibles and virtues of its settlers and those who followed. We are confident that you will build on their dreams and find new ways to tell your story. Farewell – and thank you for so many memorable years together.”
Zudem hat man ein eindrucksvolles und sehr trauriges Video mit dem Namen “Final Edition” online gestellt, das die letzten Wochen der Zeitung erzählt, zusammen mit Mitarbeitern und Lesern. Ich habe selten etwas gesehen oder gelesen, das das einsetzende Zeitungssterben so plastisch und nah zeigt. Der Tod einer Zeitung bedeutet schließlich nicht nur das Ende eines Produkts. Jobs gehen verloren, treue Leser verlieren “ihre” Zeitung und damit nicht nur eine Informationsquelle, sondern ein Stück Leben und Kultur.
Final Edition from Matthew Roberts on Vimeo.
Abschiedsvideo: Das Ende der Rocky Mountain News » medienlese.com said...
[...] Es fehlten nur 55 Tage, dann wäre die amerikanische Zeitung Rocky Mountain News 150 Jahre alt geworden. Aber am Freitag erschien die letzte Ausgabe, der Verlag E.W. Scripps hatte inmitten der Wirtschafts- und Zeitungskrise keinen Käufer für das Blatt finden können. Dabei wurden an Werktagen zuletzt 210.000 Exemplare von Colorados ältester Zeitung verkauft – immer noch mehr als deutsche Zeitungen wie Tagesspiegel, Frankfurter Rundschau oder Handelsblatt, wie retromedia.de schreibt. Die Redaktion verabschiedet sich – mit Texten und einem Video. [...]
Februar 28th, 2009
Wortfeld » Eine geht, eine bleibt | Das Ende der Rocky Mountain News. said...
[...] »Ein eindrucksvolles und sehr trauriges Video«, schreibt Jens Schröder auf Retromedia über den Film der US-Zeitung Rocky Mountain News über ihr eigenes Ende: Am Freitag erschien die Zeitung zum letzten Mail, nach 149,9 Jahren. Dass die Zeitung 30 Tage zum Verkauf stand und das Ende damit einen Monat lang weitgehend absehbar war, war natürlich für die Mitarbeiter hart. Allerdings gab sie dem Blatt auch die Zeit, formvollendet abzutreten: Sowohl die letzte gedruckte Ausgabe als auch die Webseite beeindrucken. [...]
Februar 28th, 2009
Timo Heuers Weblog » Abschiedsvideo: Der Tod einer Zeitung said...
[...] Dass mit dem Tod einer Zeitung vielmehr als nur das Stillstehen der Pressen einhergeht, zeigt eindrucksvoll und emotional das Video “Final Edition”, das die letzten Wochen der gestern eingestellten “Rocky Mountains News” festhält. (via) [...]
Februar 28th, 2009
der tod einer zeitung | logbude | logbu.de | logbuch.caasn.de said...
[...] [via] [...]
Februar 28th, 2009
Zu Tode sparen? | Attendorner Geschichten said...
[...] Nachtrag - passend zum Thema: Am Freitag erschien in Denver, Colorado, die letzte Ausgabe der “Rocky Mountain News“, einer Tageszeitung, die an Werktagen zuletzt immerhin noch 210.000 Exemplare verkauft hat. Hierzu gibt es eine sehr beiendruckende Video-Reportage hier>> Artikel mit ähnlichem Inhalt:Bürgermeisterwahl: Gong zur ersten RundeDies und das aus der Stadtverordnetenversammlung AttendornBeckehoff als Landrat nominiertPetra Crone zu Gast bei der SPD in AttendornIm Kreis Olpe sind 6100 Beschäftigte in Kurzarbeit [...]
März 1st, 2009
Who needs reason or rhyme. « 3Toastbrot said...
[...] Final Edition: Video über den Tod. Der Einer Zeitung. [...]
März 2nd, 2009
» Die vage Zukunft der Zeitungen und des Journalismus [UPLOAD Blog] said...
[...] “Ich habe selten etwas gesehen oder gelesen, das das einsetzende Zeitungssterben so plastisch und nah zeigt. Der Tod einer Zeitung bedeutet schließlich nicht nur das Ende eines Produkts. Jobs gehen verloren, treue Leser verlieren “ihre” Zeitung und damit nicht nur eine Informationsquelle, sondern ein Stück Leben und Kultur”, schreibt Jens Schröder. [...]
März 2nd, 2009