Doppelmord bei Burda.

young - die Finalausgabe?Hubert Burda Media hat am Mittwoch das Aus für gleich zwei Zeitschriften verkündet. Es trifft Technikmagazin “Tomorrow” und Frauentitel “Young”. “Beide Zeitschriften seien in der aktuellen konjunkturellen Situation ohne Chance und wirtschaftlich eine Belastung für den Konzern”, schreibt “MEEDIA” [für die auch der Autor dieses Blogeintrags tätig ist], “Objekte, die schon in Friedenszeiten nur bedingt funktionieren, tun dies erst recht nicht in Kriegszeiten”, wird Burda-Vorstand Philipp Welte bei “w&v” zitiert.

Damit trifft der Sparkurs des Verlages immerhin zwei Magazine, die seit mehr als zehn Jahren (”Tomorrow”) bzw. seit über sechs Jahren (”Young”) existierten.

Tomorrow - die Finalausgabe?“Tomorrow” war 1998 in der Verlagsgruppe Milchstrasse gegründet worden und war damals in den Pionierzeiten des Internets zunächst ein Verkaufserfolg. Die verkaufte Auflage lag laut IVW 1999 und 2000 bei über 300.000 Stück, am Kiosk wurden damals noch mehr als 200.000 Hefte abgesetzt. Stück für Stück ging es dann bergab, vor allem das Platzen der Dotcom-Blase ließ die Auflage im Jahr 2001 einbrechen.

Der Tiefpunkt war dann nach einigen Relaunches und Änderungen der Themenmischung im Jahr 2007 erreicht, als im vierten Quartal nur noch 6.831 Hefte im Einzelverkauf abgesetzt wurden. Nur durch Sonstige Verkäufe und Bordexemplare konnte die Auflage wenigstens über der 50.000er-Marke gehalten werden. 2008 berappelten sich die Zahlen zwar etwas, doch 12.000-15.000 im Einzelverkauf über die Ladentische gegangene Hefte waren einfach zu wenig. Zuletzt erschien das Heft in der Burda-Tochter Tomorrow Publishing, die im Berliner Super-Illu-Verlag angesiedelt ist.

Ob die März-Ausgabe, die eigentlich am 23. Februar an die Kioske kommen soll, noch erscheint, ist derzeit ebenso noch nicht bekannt wie der künftige Verbleib der Redaktion unter Jürgen Bruckmeier.

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Die “Young”-Auflage schwankte nach der ersten IVW-Ausweisung im vierten Quartal 2002 immer wieder nach oben und unten. Ihren Höhepunkt hatte das Magazin im Jahr 2005, als in allen Quartalen zwischen 273.000 und 295.000 Hefte verkauft wurden, davon 228.000 bis 258.000 im Einzelverkauf. Danach ging es Stück für Stück bergab - bis zum Tiefpunkt im aktuellen vierten Quartal 2008. Eintelverkaufszahl dort: nur noch 117.942 Exemplare.

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  1. anderswo gebloggt. - popkulturjunkie.de said...

    [...] Zwei Hinweise in eigener (Blog-)Sache: Nach dem Relaunch der deutschen blogcharts habe ich dort auch das Begleitblog wiederbelebt. Dort erscheinen ab sofort wieder wöchentlihe Analysen des Charts-Geschehen. Und zudem lohnt natürlich auch immer wieder ein Blick auf “retromedia.de” - heute u.a. mit dem “Dopppelmord bei Burda“. [...]

  2. markenmagazin:recht » Blog Archive » Aus für “Tomorrow” und “Young” said...

    [...] (via retromedia) [...]

  3. Internet-Magazin "Tomorrow" wird eingestellt » Blog & White said...

    [...] Schade. Heise online vermeldet in Bezug auf kress, dass das Internet-Magazin Tomorrow eingestellt werden soll. Ich habe dieses Magazin zwar nicht abonniert, aber neben meinen diversen Abos hab ich es mir doch hin und wieder für die schnelle Lektüre zwischendurch gekauft und dann auch gern gelesen. Allerdings befinde ich mich da offenbar in erlesener und nur kleiner Gesellschaft, wie die offiziellen IVW-Zahlen verraten. Grafiken dazu gibts bei Retromedia. [...]

  4. Coffee And TV: » Die gute Nachricht: Karneval fällt aus … said...

    [...] Das Ende der deutschen “Vanity Fair” ist trotzdem schade: Erstens hat es damit ein zwar junges, aber namhaftes Magazin erwischt, was die “Young”s und “Tomorrow”s der letzten Woche noch einmal toppt. Und zweitens haben wir uns bei Coffee And TV immer besonders mit “Vanity Fair” verbunden gefühlt — schließlich sind wir fast am gleichen Tag gestartet. [...]

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