Die letzte “Park Avenue”.
Januar 16, 2009 // Autor: Jens Schröder
Für ungefähr eine Woche sollte die letzte Ausgabe der “Park Avenue” noch an den Kiosken liegen, Zeitschriftensammler sollten also noch zuschlagen. Da Gruner + Jahr das Aus des Magazins früh genug verkündet hat, blieb der Redaktion noch genügend Zeit, sich in der letzten Ausgabe ordentlich von den Lesern zu verabschieden - etwas, dass leider bei den wenigsten Zeitschriftentoden gelingt. Chefredakteur Andreas Möller schreibt in seinem letzten “Park Avenue”-Editorial:
“Ich wünsche mir, dass Ihnen Geschichten und Bilder in diesem Monat ganz besonders gefallen. Wie Sie vielleicht schon gehört haben, wird dies nämlich die letzte Ausgabe der ‘Park Avenue’ sein. Bleiben Sie sich treu: Sie sind nicht irgendwer, lesen Sie auch künftig nicht irgendwas!”
Noch melancholischer wird es dann auf der letzten Seite, dort wo normalerweise der Erscheinungstermin der kommenden Ausgabe angekündigt wird. In der letzten “Park Avenue” steht dort folgendes:

Die letzte “Chica”. - retromedia.de said...
[...] Ich finde es ja toll, wenn Redaktionen eingestellter Zeitschriften noch die Gelegenheit bekommen, sich anständig beim Publikum zu verabschieden. Das klappt nicht immer, weil Zeitschriften oftmals so plötzlich beendet werden, dass gar keine weitere Ausgabe mehr produziert wird und die letzte schon fertig ist. Im Fall der “Park Avenue” hatte die Redaktion Zeit genug. Und beim Egmont-Cultfish-Media-Frauenmagazin “Chica” nun auch. Die letzte Ausgabe liegt derzeit an den Kiosken und da finden sich auf Seite 3 in den Rubriken “Chica Inside…” und “Unsere Lieblingsthemen in & über Chica” zwei nette kleine Verabschiedungen. [...]
Februar 15th, 2009
massenpublikum» Blogarchiv » Ein Nachruf auf die Vanity Fair said...
[...] Vielleicht ist nicht die Krise sondern Deutschland das Problem. Auch die Park Avenue, Konkurrent zur Vanity Fair, liegt schon auf dem Zeitschriftenfriedhof. Vielleicht sind wir Deutschen einfach zu bodenständig, um von Luxus zu träumen. Solange es um Promis (wie in der Bunten oder Gala) geht, können wir immerhin unseren bekannten Neid auspacken und uns künstlich darüber aufregen, dass die Garderobe von Suri Cruise teurer ist als unsere komplette Wohnungseinrichtung. Vielleicht sind wir doch so, wie wir im Ausland noch immer oft wahrgenommen werden: Grummelig, ein wenig introvertiert und geschmacklos. Vielleicht passen Hochglanzformate wie Park Avenue oder Vanity Fair einfach nicht nach Deutschland. [...]
Februar 18th, 2009